Archiv 2009

Bundeslehrgang in Ulm

Messertechniken und Verkettungen...

...waren das Motto des Bundeslehrgangs vom 14.-15.03.2009 in Neu-Ulm. Lehrgangsleiter Joachim Viezen empfing uns in der perfekt vorbereiteten Turnhalle, sodass wir direkt mit dem Training durchstarten konnten.

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Nach dem üblich kurzen Aufwärmtraining begannen wir mit Übungen zum Einrollen. Die ersten Messertechniken Sumi-Otoshi und Ude-Osae gegen Shomen-Uchi schienen noch recht einfach, stellten sich aber doch als recht anspruchsvoll heraus. Meister Björn hatte ein scharfes Auge auf seine Schüler und korrigierte sogleich die ersten Fehler. Nach einigen Runden wechselten wir dann zu Shiho-Nage, der nicht minder schwer war. Meister Björn ermahnte uns immer wieder, mit der nötigen Konsequenz gegen einen Messerangriff zu reagieren. Hier sei es besonders wichtig, dass die Grundtechnik sitzt, da man sonst einen Angreifer mit dieser gefährlichen Waffe nicht richtig führen könne.

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Ulm-2009-CEtwas spielerisch sahen zu Anfang die klassischen Verkettungen aus, die nach der kurzen Trinkpause folgten. Hierbei gibt es verschiedene Varianten: Nage wehrt einen Angriff nicht richtig ab. Dadurch kann sich Uke "herausdrehen", was Nage wiederum die Möglichkeit zu einer erneuten Technik gibt. Die erste Verkettung war dann auch Shiho-Nage:Shiho-Nage. Es ist hierbei jedoch Vorsicht geboten, wie Meister Björn erklärt. Wenn wir dem Uke zu viel Spielraum zum "herausdrehen" lassen, kann er leicht die Rollen umdrehen und selbst zum Ausführenden werden. Dass wäre dann die zweite Variante. Nage wehrt einen Angriff ab, führt aber nicht konsequent genug, sodass Uke die Initiative ergreifen kann und selbst eine Technik anbringt. So geübt mit Kote-Gaeshi:Irimi-Nage. Diese beiden Varianten wurden dann im Wechsel noch mit den Verkettungen Shiho-Nage:Kote-Gaeshi (Variante 1) und Kote-Gaeshi:Kote-Gaeshi (Variante 2) geübt. Wir beendeten das Training schweißgebadet, aber mit vielen neuen Eindrücken und freuten uns auf die bevorstehende Prüfung zum zweiten Dan von Harald Ketzer. Am Abend wurde dann die bestandene Prüfung im urigen Brauhaus "Zum Barfüßer" mit leckerem Essen und noch besserem Bier gefeiert. Der Austausch und das freundschaftliche Beisammensein an so einem Abend sind meiner Meinung nach für viele zu einem wichtigen Bestandteil eines Bundeslehrgangs geworden. Was man auf der Matte nicht schwätzen konnte, kann hier nachgeholt werden.

Am Sonntag dann begannen wir direkt mit den "schweren" Messertechniken. "Da seid ihr noch frisch und könnt euch auf die schwierigen Bewegungsabläufe konzentrieren", so Meister Björns Worte. Er sollte Recht behalten, allerdings nur mit den schwierigen Bewegungsabläufen. Trainiert wurden Techniken gegen Hieb- und Stichangriffe. Ude-Nobashi und Ude-Garami sollen hier genannt werden. Als Verkettung wurde dann noch Kaiten-Nage:Kaiten-Nage (Variante 1) geübt und zum Schluss präsentierte uns Meister Björn mit der Verkettung Kaiten-Nage:Irimi-Nage (Variante 1) ein besonderes Schmankerl.

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Nach dem Mattenabbau erwartete uns eine leckere Gulasch-Suppe, Brezeln mit Butter, Hefezopf und Obst, sowie Kaffee und andere Getränke. Vielen Dank dafür an Lehrgangsleiter Joachim Vietzen. Und wieder ging ein sehr schöner, anstrengender und lehrreicher Bundeslehrgang zu Ende. Und damit endet auch mein Bericht.

Sascha Pihan
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